Haushaltsdebatte zeigt: Wohnraum ist kein Experimentierfeld

vom

Die jüngsten Haushaltsberatungen und die Verzögerungen beim Neubau an der Stelle des alten Lebensmittelgeschäfts im Degerfeld haben deutlich gemacht, dass die Entwicklung des Wohnungsmarktes für Butzbach nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine wesentliche soziale Rolle spielt. Insbesondere die Situation der Butzbacher Wohnungsbaugesellschaft und die Zukunft der Hochhäuser im Degerfeld verdeutlichen: Entscheidungen im Immobilienbereich sind wichtig für unsere Stadt. .

Für die FDP Butzbach ist klar: Wohnraum ist kein Experimentierfeld.

„Gerade bei großen Wohnbeständen müssen wirtschaftliche Tragfähigkeit und soziale Verantwortung sorgfältig geprüft werden“, erklärt Daniel Libertus, Spitzenkandidat der Liberalen „Es geht um nachhaltige und langfristige Lösungen.“

Die Liberalen fordern daher eine transparente Prüfung aller Optionen bei größeren Wohnprojekten. Wirtschaftliche Auswirkungen und soziale Folgen müssen offen dargestellt und sachlich abgewogen werden, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die konsequente Zweckbindung geförderter Wohnungen. Sozialwohnungen sollten grundsätzlich nur mit gültigem Wohnberechtigungsschein (WBS) vergeben werden – und die Folgen sind festzulegen, wenn der WBS ausläuft. „Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird“, so Libertus.

Neben der Kernstadt dürfen auch die Ortsteile nicht vernachlässigt werden. Leerstehende städtische Gebäude sollten aktiviert und bestehende Strukturen gestärkt werden, bevor neue Flächen ausgewiesen werden. Innenentwicklung, Nachverdichtung mit Augenmaß und die Wiederbelebung vorhandener Immobilien sollen Vorrang haben „Unsere Stadtteile sind keine Randlagen, sondern gewachsene Lebensräume“, betont Hermann Holzfuss aus Maibach, der für die Liberalen für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert. „Wer den Zusammenhalt der Stadt sichern will, muss in allen Stadtteilen Perspektiven schaffen.“

Für die kommende Legislaturperiode kündigt die FDP an, die Wohnraumpolitik konsequent unter den Maßstäben Vernunft, Transparenz und Verantwortung zu begleiten. „Wohnraum betrifft das tägliche Leben der Menschen – deshalb braucht es klare Regeln und nachvollziehbare Entscheidungen.“