FDP Butzbach verteilt Kaffee am Bahnhof – Pendler im Fokus der Mobilitätspolitik
Butzbach.
Kurz nach sechs Uhr morgens herrscht am Butzbacher Bahnhof bereits reger Betrieb. Viele Pendlerinnen und Pendler sind zu dieser Zeit auf dem Weg zur Arbeit. Die FDP Butzbach nutzte diese Zeit, um Kaffee und Äpfel zu verteilen und mit den Frühpendlern ins Gespräch zu kommen.
Dass einige Gespräche etwas länger dauern konnten, lag auch daran, dass der eine oder andere Zug an diesem Morgen verspätet war wegen der Bauarbeiten zwischen Giessen und Friedberg.
„Der Bahnhof ist für viele Menschen das Tor zur Arbeit und damit ein zentraler Ort unserer Stadt“, erklärte Uwe Schmittberger, der für die Liberalen bei der Kommunalwahl kandidiert. „Wer möchte, dass mehr Menschen auf die Bahn umsteigen, muss dafür sorgen, dass der Bahnhof attraktiv, sicher und gut erreichbar ist.“
In den Gesprächen ging es nicht nur um Verspätungen, sondern auch um die Situation rund um den Bahnhof insgesamt.
„Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit“, so Schmittberger. „Für Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität ist der Zugang zu den Gleisen heute schwierig. Wir werden weiter darauf drängen, dass der Ausbau so schnell wie möglich umgesetzt wird.“
Nach aktuellem Stand der Planungen wird ein vollständig barrierefreier Ausbau des Butzbacher Bahnhofs voraussichtlich erst im Jahr 2030 erreicht. Aus Sicht der FDP Butzbach ist dieser Zeitplan deutlich zu spät. Zudem zeigten Erfahrungen an vielen anderen Bahnhöfen, dass Zeitpläne der Deutschen Bahn häufig nicht verlässlich eingehalten werden.
Im Wahlprogramm der FDP Butzbach spielt der Bahnhof deshalb eine zentrale Rolle. Die Liberalen wollen die Situation für Pendler rund um den Bahnhof spürbar verbessern. Dazu gehört aus ihrer Sicht vor allem ausreichend Parkraum. Perspektivisch wird der Schotterparkplatz auf der Westseite des Bahnhofs nicht mehr zur Verfügung stehen. Die FDP schlägt daher ein Pendlerparkhaus auf der Westseite des Bahnhofs vor, um den steigenden Bedarf dauerhaft zu decken und auch für Veranstaltungen im Bürgerhaus Stellplätze anzubieten.
Gleichzeitig müsse der Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln einfacher werden. Sichere Abstellanlagen für Fahrräder und E-Bikes in Bahnhofsnähe könnten dazu beitragen, dass mehr Menschen den Weg zur Bahn mit dem Fahrrad zurücklegen.
Mobilität endet für die FDP jedoch nicht am Bahnhof. Auch die Ortsteile müssten besser angebunden werden. Neben klassischen Busverbindungen sehen die Liberalen hier Potenzial für flexiblere Angebote wie Anruf-Sammeltaxis oder organisierte Mitfahrmöglichkeiten.
Ein weiteres Thema ist die Erreichbarkeit der Innenstadt. „Mobilität bedeutet nicht nur, von A nach B zu kommen“, sagte Schmittberger. „Es geht auch darum, dass Menschen sich in unserer Stadt sicher und unkompliziert bewegen können.“ Dazu gehörten ausreichend Parkmöglichkeiten ebenso wie barrierearme Wege in der Altstadt, damit auch Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder eingeschränkter Mobilität den Marktplatz gut erreichen können.
„Butzbach liegt im direkten Einzugsbereich der Rhein-Main-Region, viele Bürgerinnen und Bürger arbeiten in Frankfurt, Friedberg oder Gießen. Eine funktionierende Mobilität entscheidet deshalb ganz konkret über Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke unserer Stadt“, so Schmittberger.
Mit der Bahnhofsaktion wollte die FDP Butzbach bewusst dort präsent sein, wo für viele Menschen der Arbeitstag beginnt. Politik müsse nah an den alltäglichen Wegen der Bürgerinnen und Bürger sein – auch morgens am Bahnhof.
