Chance für Butzbachs Zukunft vertan: FDP kritisiert Blockadehaltung beiGewerbegebiet „Schorbachstraße Nord“

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Butzbach, den 27.02.2026 – Mit Unverständnis reagieren die Freien Demokraten
auf die Ergebnisse der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Februar. Durch
die Absetzung der Bauleitplanung für das Gebiet „Schorbachstraße Nord“ haben
die Fraktionen von UWG, SPD, Linke und Grüne ein wichtiges Zukunftsprojekt
für Butzbach vorerst ausgebremst.
Wirtschaftskraft stärken – Steuereinnahmen sichern
Ein Projektentwickler beabsichtigt, auf der seit langem ungenutzten Fläche
einen innovativen „Mobilitäts-Hub“ zu entwickeln und neue
Gewerbeansiedlungen zu fördern. Für die FDP Butzbach ist dies eine vertane
Chance zur Stärkung der städtischen Finanzen.
„Jede Ansiedlung von zukunftsorientiertem Gewerbe bedeutet langfristig
verlässliche Gewerbesteuereinnahmen“, erklärt der FDP-Spitzenkandidat Daniel
Libertus. „Diese Gelder benötigen wir dringend, um unsere Schulen, Spielplätze
und die soziale Infrastruktur in Butzbach zu finanzieren, ohne die Bürger
zusätzlich zu belasten.“
In die Planung einsteigen, statt Fragen als Ausreden zu nutzen
Die FDP räumt ein, dass noch Details zur Verkehrsbelastung am dortigen
Kreisverkehr oder zur genauen Art der Ansiedlung geklärt werden müssen. „All
dies sind Themen, die im Rahmen einer Detailplanung konkretisiert und gelöst
werden können“, betont Libertus. Hermann Holzfuß, Vorstandsmitglied und
Listenplatz 2, ergänzt: „Ich verstehe nicht, wie man so kurzsichtig agieren und
dem Entwickler sogar die Möglichkeit verwehren kann, überhaupt in diese
Detailplanung einzusteigen“.
Butzbach kann sein Potenzial nur ausnutzen, wenn man Menschen mit Ideen
nicht ständig Steine in den Weg legt.
„Wer heute Gewerbeansiedlungen aus einer rein destruktiven Anti-Haltung
heraus verhindert, muss den Bürgern auch ehrlich sagen, dass die Alternative
zwangsläufig Steuererhöhungen – etwa bei der Grundsteuer – sein werden“, so
die Liberalen.
Vor allem die angemahnte Ertüchtigung des Kreisverkehrs kann nur mit dem
derzeitigen Projektentwickler funktionieren, da ihm das komplette Grundstück
bis dahin gehört. Unabhängig von der Nutzung des Geländes ist die Erneuerung
des Kreisels notwendig. Diese neue Planung, die der Projektentwickler mit der
Stadt angehen möchte, ist unbedingt notwendig, um auch andere geplante
Gewerbegebiete im Schorbach-Bereich zu regeln.
Gefahr von Logistik-Wildwuchs vermeiden
Besonders kritisch sieht die FDP, dass durch die aktuelle Blockade das Risiko
steigt, dass das Gebiet zu einer reinen Vorrangfläche für Logistik wird, sollte die
Stadt keine eigenen gestalterischen Fakten schaffen. Mit einem Vorvertrag hätte
die Stadt das Heft des Handelns in der Hand behalten können.
Ein Aufruf zur konstruktiven Sachpolitik
Die FDP kritisiert die aktuelle „Anti-Haltung“ der anderen Fraktionen als
destruktiv, da keine konstruktiven Alternativvorschläge präsentiert wurden. „Es
ist traurig und unverständlich, dass diejenigen, die im gegenwärtigen
Wahlkampf behaupten, sich für die Zukunft Butzbachs einzusetzen, sich bei
konkreten Entscheidungen wegducken oder dagegen stimmen“. Für Libertus
und Holzfuß ist klar: So wird Zukunft nicht gestaltet, sondern verhindert.